Donnerstag, 25. Februar 2010

Machtfaktor: Facebook


Die Suchmaschine Google findet für den Begriff "Facebook" mehr als 2.3 Milliarden Einträge. Im Vergleich dazu:
Für die Social-Website "Twitter" erscheinen "nur" knapp 1.5 Millionen. Auch keine andere Netzwerkwebsite kommt dieser Summe im Entferntesten nahe.
Die Userzahlen bestätigen es. Facebook ist mit mehr als 400 Millionen aktiven Usern eine der führenden Unternehmen am "socialnetworking"-Markt. Wer so viele Leute in seinen Bann zieht, kann dies nutzen, um Macht auszuüben. So gesehen ist Facebook ein Massenmedium, das ein großes Machtpotential hat. Wer einmal auf den Zug aufgesprungen ist, wird merken wie schnell und wie leicht man den Faktor Macht einsetzen kann.
In der Politik hat der Onlinedienst immer mehr an Bedeutung dazu gewonnen. Mittlerweile wird ein bestimmter Anteil des Wahlkampfes einer Partei auf Facebook ausgetragen, so geschehen bei der letzten Nationalratswahl. Da jeder seine politische Einstellung äußern kann, ist es für Parteien ein Leichtes, potentielle Wähler direkt und ohne großen Aufwand anzusprechen. Mit geringem (finanziellen) Aufwand erzielt man große Wirkung.

Aus diesem Grund zieht der Onlinedienst auch in der Wirtschaft seine Kreise. Heute hat fast jedes größere Unternehmen sein eigenes Facebook-Profil, wodurch sich natürlich eine neue Welt an potentieller Kundschaft auftut.
Ein regelmäßiger Facebook-User hat im Durchschnitt an die 130 Freunde. Wenn nun einer meiner Freunde ein Fan einer Marke oder eines Unternehmens wird, wird das von fast allen Freunden bemerkt. Nehmen wir an, es teilen 3 Freunde das Interesse an der Marke und werden auch Fans. Dies können, bei jedem der drei neu geworbenen Personen, wieder durchschnittlich 130 Leute sehen. So potenziert sich die Zahl der Fans immer weiter. So verbindet der angehende Kunde nun eine Person mit der Ware. Kommt er nun im realen Leben in Kontakt mit der Marke, wird sie ihm keine Unbekannte mehr sein. So steigt die Zahl der potentiellen Käufer.
Über laufende Postings des Unternehmens werden Freunde auf den neuesten Stand der aktuellen Produkte und über geplante Neuerscheinungen gebracht.
Was bleibt ist jedoch die Frage:
Sind wir schon so weit, um ein soziales Netzwerk als Wirtschaftsquelle effektiv zu nutzen?

©eme